Car-HiFi

Beim Car-HiFi werden Komponenten von Audioanlagen verändert oder neu installiert, um gestiegenen Ansprüchen an die Entertainment-Systeme zu genügen. Werkseitig verbaute Anlagen bieten oft ein ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis und können bei Qualität und Ausstattung nicht überzeugen. Während es früher meist bei der Umrüstung nur um eine Steigerung der Kapazität ging, werden heute auch vermehrt ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt, um eine stimmige Integration zusätzlicher Komponenten in das Gesamtdesign zu gewährleisten.

Eine Car-HiFi Anlage besteht aus verschiedenen Teilen. Wichtigster Bestandteil ist das Autoradio, auch Head Unit genannt, von dem aus die Lautsprecher angesteuert werden, die im gesamten Fahrzeug verteilt eingebaut sind. Frontsysteme werden in die Vordertüren, die A-Säule oder in den Armaturenträger integriert. Im Heck des Fahrzeugs werden die Rearfill-Komponenten verbaut. Eine Besonderheit sind Subwoofer die besonders tiefe Frequenzen darstellen können und so den Bässen zu verstärkter Präsenz verhelfen. Wegen ihres großformatigen Volumens werden diese Komponenten meist in den Kofferraum des Fahrzeugs verlagert, aber auch so manche Rückbank ist schon dem optimalen Musikgenuss geopfert worden. Um eine solch komplexe Anlage zu betreiben, sind meist Änderungen bei der Bordspannung zu realisieren und der Einbau einer zusätzlichen Endstufe anzuraten.

Durch eine solche Endstufe wird eine Leistungsverstärkung erreicht, die auch höchsten Anforderungen gerecht werden kann. Durch Steuerkabel kann diese Komponente je nach Bedarf eingeschaltet oder zur Energieeinsparung im Standby Betrieb gefahren werden. Zur Sicherung der Energieversorgung kann es nötig sein, die serienmäßig eingesetzte Batterie gegen eine Spezialbatterie auszutauschen oder zusätzliche Akkumulatoren und Kondensatoren zu installieren. Um den Einbau einer derart optimierten Soundanlage mit komplexen Wechselwirkungen professionell ausführen zu können, ist ein profundes Fachwissen gefragt, da es bei einer fehlerhaften Installation leicht zu Störungen in der Bordelektronik kommen kann, die in ihrer Folge sicherheitsrelevante Systeme wie ABS oder Airbags beeinflussen können. Auch Überlastungen der Lichtmaschine und Störungen beim Anlasser und im Verteiler können Resultate unfachmännisch eingebauter Car-HiFi Systeme sein.

Doch nicht nur Audio-Anlagen gehören in die Rubrik Car-HiFi Tuning, sondern immer öfter auch Videosysteme, die mit der Musikanlage gekoppelt werden können. Die Monitore können an verschiedenen Stellen im Fahrzeuginnenraum untergebracht werden. Die Mitfahrer auf den Rücksitzen können Filme und Videos auf Bildschirmen betrachten, die in die Kopfstützen der Vordersitze eingebaut sind oder aus der Dachverkleidung ausgeklappt werden. Im Frontbereich sind die Mittelkonsole und die Sonnenblende des Beifahrers geeignete Einbauorte für die flachen TFT-Schirme. Ein Bildschirm in der Mittelkonsole oder auf dem Armaturenbrett kann sehr gut auch als Anzeige für ein Navigationsgerät verwendet werden. Bei der Nutzung der verschiedenen Komponenten einer Car-HiFi Anlage sollte man immer daran denken, sie nicht exzessiv zu gebrauchen, da es durch zu laute Musik oder die Konzentration auf die komplizierte Bedienung der Anlage zu einer Ablenkung vom Geschehen auf der Straße oder das Überhören wichtiger Signale und damit zu Unfällen kommen kann.

 
 
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